Phasianidae
Galliformes
Geflügel
Saisonal (Monsun – Frühling/Sommer in Indien)
3–5 pro Legung
Es gibt keine speziellen Programme, aber die Zucht in Zoos ist weit verbreitet.
Es ernährt sich von Samen, Trieben, Früchten, Insekten (Ameisen, Termiten, Grillen), kleinen Reptilien und Säugetieren; in menschlichen Gebieten verwertet es Überreste.
In freier Wildbahn: Ungefähr 15 Jahre In Gefangenschaft: Bis zu 23 Jahre
Der Pfau ist ein großer Hühnervogel aus der Familie der Fasanenvögel (Phantomsittiche). Er zeichnet sich durch einen bemerkenswerten Geschlechtsdimorphismus aus: Das Männchen hat ein metallisch blau schillerndes Gefieder an Hals und Kopf sowie eine spektakuläre Verlängerung der Oberflügelfedern, den sogenannten „Schwanz“, der über 1,5 m lang werden kann und mit lichtreflektierenden Ocellen verziert ist. Diese Federn dienen nicht der Flugfunktion, sind aber für die sexuelle Selektion unerlässlich. Das Weibchen (die Pfauhenne) ist unauffälliger und hat ein braunes, weißes und mattgrünes Gefieder. Beide Geschlechter haben einen Kamm auf dem Kopf und kräftige Beine, die zum Gehen und Laufen geeignet sind. Es handelt sich um Landvögel, obwohl sie kurze Strecken fliegen und sich zum Ausruhen auf Bäumen niederlassen können. Ihr Allesfresser-Verdauungssystem ist an eine abwechslungsreiche Ernährung angepasst. In freier Wildbahn leben sie in Lebensräumen mit üppiger Vegetation und in der Nähe von Wasserquellen, vom tropischen Regenwald bis hin zu offenen landwirtschaftlichen Flächen.
Pfauen sind gesellige Vögel, die typischerweise in kleinen Gruppen bestehend aus einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen leben. Während der Brutzeit errichten die Männchen Balzreviere, in denen sie aufwendige Tänze und Schwanzgebärden aufführen, begleitet von schrillen Lautäußerungen, um Weibchen anzulocken. Sie sind tag- und dämmerungsaktiv; sie fressen früh und spät am Tag und ruhen während der heißesten Stunden. Nachts suchen sie Schutz in hohen Ästen, um Raubtieren zu entgehen. Sie kommunizieren durch laute Rufe, insbesondere die Männchen, die als Teil der Balz oder um die Gruppe zu warnen, durchdringende Rufe ausstoßen. Auch Staubbäder, Dominanzgesten mit dem Schopf und einschüchternde Körperhaltungen sind zu beobachten. Außerhalb der Brutzeit können Weibchen mit ihren Jungen stabile Gruppen bilden, während junge Männchen allein oder in kleinen Gruppen ohne Brutzeit umherziehen.
Der Pfau wird derzeit von der IUCN als nicht gefährdete Art geführt, wobei sein weltweiter Bestand groß und stabil ist. Er ist der Nationalvogel Indiens und steht dort unter Naturschutz. Aufgrund seines Zierwerts wurde er in zahlreichen Ländern eingeführt. Trotz seines Bruterfolgs in freier Wildbahn und in Gefangenschaft ist er lokal bedroht, beispielsweise durch Wilderei wegen seiner Federn oder seines Fleisches sowie durch den Verlust seines natürlichen Lebensraums durch landwirtschaftliche Expansion oder Urbanisierung. In einigen Regionen gefährden auch Pestizide und überfahrene Tiere sein Überleben. Er wird nicht in Zuchtprogrammen für gefährdete Arten geführt, steht in Indien jedoch auf Anhang III des CITES, der eine Überwachung des internationalen Handels vorschreibt. Seine Brut ist in Zoos, Reservaten, historischen Gärten und Parks weit verbreitet, was seine weltweite Verbreitung begünstigt hat. In einigen Ländern, in denen er wild lebt, kann er Auswirkungen auf die lokale Fauna haben.
Der Fächer des Männchens ist kein echter „Schwanz“, sondern ein Satz modifizierter suprakaudaler Federn.
Die Ocellen seines Gefieders reflektieren Licht in verschiedenen Wellenlängen und erzeugen so einen sehr geschätzten schillernden Effekt.
Der Pfauenschrei kann über 100 Dezibel laut sein und ist aus über einem Kilometer Entfernung hörbar.
In der indischen Kultur gilt es als Symbol für Unsterblichkeit, Schönheit und Wohlstand.
Seit 1963 ist er der Nationalvogel Indiens und kommt in hinduistischen Tempeln und der Mythologie vor.
Während der Balzzeit können die Männchen bis zu 50 Balzrituale pro Tag durchführen.
Trotz ihres schweren Aussehens sind sie gute Kurzstreckenflieger und klettern problemlos auf Bäume.
In Großstädten wie Miami und Madrid wurden verwilderte Gruppen gemeldet, die in öffentlichen Gärten leben.
Sie wurden als Symbole in mehreren Religionen verwendet: Buddhismus, Hinduismus, Christentum und Zoroastrismus.
Manche Menschen halten sie aufgrund ihres territorialen Verhaltens und ihrer Fähigkeit, Eindringlinge zu erkennen, für Wachvögel.
Weibchen wählen Männchen mit einer größeren Anzahl und Symmetrie von Ocellen, was auf eine genetische Gesundheit hinweist.
Im Mittelalter war es ein Symbol des Adels und sein Fleisch wurde als Delikatesse bei königlichen Banketten serviert.
Die jährliche Mauser der Fächerfedern beginnt nach der Brutzeit, gegen Ende des Sommers.
In Zoos dürfen sie aufgrund ihrer Fügsamkeit und dekorativen Wirkung frei herumlaufen.
Einige Pfauen weisen Leuzismus auf und haben ein ganz weißes Gefieder.
Obwohl sein Gesang auffällig ist, kann er in städtischen Gebieten störend sein.
Ihr Verhalten kann aggressiv werden, wenn sie ihr Spiegelbild als ein anderes Männchen wahrnehmen.