Tierwohl beschreibt den physischen und psychischen Zustand eines Tieres im Verhältnis zu seinen Lebensbedingungen. Nach dem von Organisationen wie der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) und der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) anerkannten Ansatz wird Tierwohl in modernen Zoos als positiver physischer und psychischer Zustand des Tieres definiert, der sich aus einer Umgebung ergibt, die seine biologischen, sozialen und emotionalen Bedürfnisse respektiert. Um dies zu erreichen, wenden moderne Zoos wissenschaftliche Kriterien an, die auf dem Fünf-Domänen-Modell basieren und nach folgenden Kriterien strukturiert sind:
Ständiger Zugang zu Wasser und eine artgerechte Ernährung, die sogar individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Tieres (Alter, Geschlecht, Tragzeit usw.) abgestimmt ist.
Sichere, abwechslungsreiche und artgerechte bauliche Bedingungen. Die Gehege entsprechen den Bedürfnissen der darin lebenden Arten, wie z. B. Zugang zu Wasser, Schatten und Schutz, unterschiedliche Höhen usw.
Das Tierpflege- und Veterinärteam konzentriert sich täglich auf die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen.
Jedes Individuum sollte die Freiheit haben, natürliche, soziale und kognitive Verhaltensweisen auszuleben, wie etwa die gegenseitige Fellpflege, die Fortpflanzung oder die natürliche Nahrungssuche.
Dabei wird der Lebensraum mit Elementen modifiziert, die Bewegung, Ruhe oder Überwachung fördern (wie Baumstämme, Plattformen, Seile oder Unterstände).
Alle Bereiche sind miteinander verbunden und voneinander abhängig. Daher stellt die Beurteilung und Beobachtung durch das Tierpflegeteam sicher, dass die emotionale Wirkung jedes einzelnen Tieres auf die Reize in seiner Umgebung und die Interaktionen, die es ausführen kann, beruht.
Eine der Grundsäulen für das Wohlbefinden ist die Bereicherung der Umgebung. Sie besteht aus einer Reihe von Strategien, die darauf abzielen, Tiere zu stimulieren, ihr natürliches Verhalten zu fördern und Stereotypien zu vermeiden oder zu reduzieren. Daher bietet sie Möglichkeiten zum Erkunden, Lösen von Herausforderungen, zur Interaktion und zur Entwicklung körperlicher, kognitiver und sensorischer Fähigkeiten.
Die Bereicherung der Umwelt ist eine zentrale Maßnahme im ethischen Umgang mit Tieren in modernen Zoos, Rettungs- und Artenschutzzentren. Ihr Hauptziel besteht darin, die Lebensqualität der Tiere durch Reize zu verbessern, die sie zur Entfaltung ihres natürlichen Verhaltens anregen und ihre geistige und körperliche Gesundheit bestmöglich erhalten.
Somit lassen sich fünf Hauptarten der Anreicherung unterscheiden:
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Entdecken Sie die Arten, die wir täglich mit Respekt und Hingabe pflegen. Erfahren Sie mehr über ihren Lebensraum, interessante Fakten und wie wir zu ihrem Wohlbefinden beitragen.