Die heutige Safari Mallorca wurde 1969 eröffnet. Sie entstand aus einer deutschen Initiative, die exotische Wildtiere auf die Balearen bringen wollte. Ihr ursprünglicher Standort, auf einem Grundstück neben dem heutigen in Sa Coma, stellte bereits ein neues Konzept für die Inseln dar: ein Safari-Gebiet für Fahrzeuge und ein Wandergebiet.
In jenen frühen Jahren gab es noch nicht die internationalen Regelungen, die heute den Besitz und die internationale Bewegung wildlebender Arten regeln. Bevor das CITES-Übereinkommen 1975 in Kraft trat,1 war der Handel mit exotischen Wildtieren in allen Gesellschaftsschichten gängige Praxis. Heute sind moderne Parks an international koordinierten Schutzprogrammen beteiligt, vor allem über die EAZA.2 Diese Organisation koordiniert die EEP (European Endangered Species Programmes), deren Ziel es ist, gesunde und genetisch lebensfähige Populationen gefährdeter Arten in Europa zu gewährleisten und sogar deren Wiedereinführung in die Wildnis zu ermöglichen.


Vor
Rutschen
Nach
Anfang der 90er Jahre wechselte die Leitung des Parks und der Name Safari-Zoo Mallorca wurde angenommen. Im Zuge dieser Änderung wurde der Park auf sein heutiges 23 Hektar großes Gelände verlegt, wobei seine duale Struktur – ein Safaripark und eine Fußgängerzone – erhalten blieb.
Im Jahr 2001 wurde das Gebiet jedoch von einem schweren Sturm heimgesucht, der erhebliche Schäden anrichtete: Ein Großteil der Vegetation ging verloren, und in der Folge kam es zu anhaltender Bodenerosion. Dadurch sind die Bedingungen für die natürliche Regeneration des Landes sehr schwierig, und es besteht ein ständiger Druck durch Pflanzenfresser.
Der jüngste Wendepunkt kam jedoch im Januar 2025, als der Park von Rain Forest übernommen wurde, einem Unternehmen, das für die Verwaltung von Zentren wie Bioparc Valencia, Bioparc Fuengirola und Bioparc Acuario de Gijón bekannt ist. Mit dieser neuen Leitung beginnt Safari Mallorca einen tiefgreifenden Transformationsprozess mit dem Ziel, ein Ort für Tierschutz, Naturschutz und Umweltbildung zu werden.
Derzeit wird intensiv daran gearbeitet, die Gesamtleistung des Parks zu verbessern. Dazu werden die Infrastruktur erneuert, die Sicherheit verbessert und die Einrichtungen neu gestaltet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den fünf Bereichen des Tierschutzes: Ernährung, körperliche Gesundheit, Umwelt- und Baubedingungen, Verhalten und folglich auch psychische Verfassung. Sowohl die Verbesserungen der Infrastruktur als auch die tägliche Arbeit der Tierpflege- und Veterinärteams konzentrieren sich daher darauf, jedem Tier eine hohe Lebensqualität zu bieten und seine physiologischen, sozialen und emotionalen Bedürfnisse zu erfüllen. Daher wurden auf jede Art oder sogar auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittene Diäten entwickelt. Am wichtigsten ist jedoch vielleicht die Umsetzung eines Programms zur Umweltanreicherung, dessen Ziel darin besteht, das natürliche Verhalten der Arten durch physische, sensorische, ernährungsbedingte und soziale Reize zu fördern. Einige dieser Bereicherungsmaßnahmen können in jedem Gehege beobachtet werden, wo das Bildungsteam in täglichen informativen Vorträgen das Verhalten der Tiere sowie Fragen zum Artenschutz und Tierwohl erklärt.
Parallel dazu wird ein ehrgeiziges Projekt zur Wiederherstellung des Waldes konzipiert und umgesetzt, das die Vegetationsstruktur verbessern, die Bodenerosion verringern und die ursprüngliche Landschaft des Gebiets schrittweise wiederherstellen soll.
Safari Mallorca entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem neuen Parkmodell, das an aktuelle und zukünftige Herausforderungen angepasst, in eine Nachhaltigkeitsstrategie integriert und an den Grundsätzen des Naturschutzes und des Respekts für die Tierwelt ausgerichtet ist. Das Endergebnis wird nicht sofort erreicht, aber der Wandel hat bereits begonnen.
Wir laden Sie ein, aktiv an dieser Transformation teilzunehmen und gemeinsam mit dem gesamten Safari Mallorca-Team einen Park in ständiger Entwicklung zu entdecken.
CITES¹ (Internationaler Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen).
EAZA² (Europäischer Verband der Zoos und Aquarien)
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